Zur Herknerin (Wien) Bewertung
Nach einer kleinen Weihnachtspause hieß es heute wieder: Grätzelfressen – unsere schon tradiotionelle Tour durch das Grätzel, jedes Mal sucht der andere ein Lokal aus, man darf keines Doppelt nehmen. Unsere heutige mittlerweile bereits siebenten Auflage führte uns ins „Zur Herknerin“: Ein Wirtshaus in einem ehemaligen Installateurgeschäft das eine kleine Karte mit urigen wienerischen Speise á la „Essen bei Oma“ präsentiert mit einer sehr präsenten Wirtin – eben Stefanie Herkner.
Gegen 19.30 kamen wir beim Lokal direkt an der Wiedner Hauptsraße, unweit der Blutsependezentrale an. Die Front: Tatsächlich noch das Installateurgeschäft mit dem alten Schriftzug, Cross-Over ist ja irgendwie hip, sieht auch ganz lässig aus, klar hat es vermutlich aber auch die Renovierung der Fassade gespart. Beim Betreten des Lokals zeigte uns das freundliche Personal erstmal unseren Tisch, glücklicherweise hatten wir reserviert, die Hütte war bummvoll. Die Einrichtung ist irgendwie ein Stilmix und ziemlich Vintage angehaucht, die Gäste wild durchgewürfelt: junge Paare, eine größere Gruppe älterer Gäste aber auch ein paar Geschäftsleute mit Sakko. Dieser wilde Mix an Stil und Publikum machte die Location aber auch erstaunlich gemütlich, über die großen Fenster sieht man auf die Straße – irgendwie eine Atmosphäre die auch ein bißchen zum „Versumpern“ einlädt.
Sowohl Getränkekarte als auch Speisekarte kam auf einem recht abgegriffenen A5 Zettel und waren handgeschrieben, nicht immer leicht zu lesen, aber das freundliche und junge Personal half gerne. Wir entschieden uns erst für eine Karfiolsuppe sowie eine Rindsuppe mit Fleischstrudel, danach gab es Sarma und faschierten Braten, dazu bestellten wir zwei große Trumer vom Faß.
Die zwei Suppen kamen recht rasch, die Karfiolsuppe leider nicht allzu heiß und als Cremesuppe – vielleicht war es die Erinnerung an die Karfiolsuppe meiner Kindheit, irgendwie hatte ich mit einer klaren Suppe gerechnet. Die Suppe selbst war gut, mit ein paar feinen Resten vom Karfiol, geschmacklich hätte es aber durchaus mehr Karfiol sein dürfen.
Die Rindsuppe hingegen unglaublich intensiv vom Geschmack, mit ein paar Zwieberln, die Einlage sehr feines Faschiertes in zartem Blättertag – sehr, sehr lecker!
Dann ging es an den Hauptgang: Die Sarma, serbische Krautroulladen einfach großartig: das Kraut noch schön knackig aber nicht fasrig und schön weich, die Fülle Faschiertes mit Reis, geschmacklich wunderschön abgestimmt mit einer dezenten Säure, darauf ein Kleks Rahm und weiche und vor Allem auch geschmacklich hervorragende Salzerdäpfeln. Schade dass auch dieser Gang nicht heiß war, ansonsten ein wunderbares, einfaches Gericht das man so leider nicht mehr allzu oft bekommt.
Unser zweiter Hauptgang: Faschierter Braten mit Erdäpfelpüree: Eine schön dicke Schnitte Braten, das Faschierte perfekt gewürzt und in richtiger Konsistenz, vermutlich aufgewärmt, aber da schmecken diese Gerichte sowieso am Besten. Dazu das Erdäpfelpüree: schöne Konsistenz mit noch einigen Kartoffelstücken (offensichtlich selbst gemacht), sehr dominante Note von Butter (ich finde ja ein gutes Püree kann gar nicht genug Butter haben…), darüber fein gerösteter Zwiebel. Auch das ein einfaches Gericht, aber viel mehr braucht man oft nicht zum glücklich sein. Leider muss man aber auch sagen: Auch dieser Gang gerade mal lauwarm.
Nachdem wir uns noch ein zweites Krügel genehmigt haben, hatte wir noch Lust auf was Süßes und teilten uns daher die Mohnnudeln (Wann bitte hatte ich zuletzt Mohnnudeln gegessen?!?): Die Nudeln sehr schön fluffig, ganz zart und perfekter Garpunkt, gewälzt in Butter, Mohn und Zucker, dazu ein Schüsselchen Birnen-Apfel-Mus. Sehr, sehr gut, hätten wir auf gar keinen Fall missen möchten!
Ein Wort zum Service: Das Service war sehr bemüht, sehr jung und sehr freundlich. Vielleicht sollte man sich nur absprechen, welcher Tisch von wem betreut wird, uns wurde ungelogen jede Frage zweimal gestellt. Aber gut: Besser als man wird vergessen…
Unser Fazit: In der Herknerin wurde uns sehr gute Hausmannskost serviert, allesamt einfache aber extrem schmackhafte Gerichte denen jegliche Raffinesse fehlt – hier aber im positivsten Sinne zu verstehen. „Essen wie bei Oma“ trifft es für uns am Besten, tatsächlich gab es Gericht, die waren bestenfalls eine alte Erinnerung an die Kindheit. Die Atmosphäre war gemütlich, das Service nicht perfekt aber freundlich und der Preis? 4 Krügeln, 2 Suppen, 2 Hauptspeisen und eine Nachspeise um € 60 ist wahrlich ein fairer Preis. Einziger Kritikpunkt aus unserer Sicht: die Speisen dürften durch die Bank wärmer sein, uns hat die gebotene Hausmannsküche trotzdem wirklich glücklich gemacht!
Gegen 19.30 kamen wir beim Lokal direkt an der Wiedner Hauptsraße, unweit der Blutsependezentrale an. Die Front: Tatsächlich noch das Installateurgeschäft mit dem alten Schriftzug, Cross-Over ist ja irgendwie hip, sieht auch ganz lässig aus, klar hat es vermutlich aber auch die Renovierung der Fassade gespart. Beim Betreten des Lokals zeigte uns das freundliche Personal erstmal unseren Tisch, glücklicherweise hatten wir reserviert, die Hütte war bummvoll. Die Einrichtung ist irgendwie ein Stilmix und ziemlich Vintage angehaucht, die Gäste wild durchgewürfelt: junge Paare, eine größere Gruppe älterer Gäste aber auch ein paar Geschäftsleute mit Sakko. Dieser wilde Mix an Stil und Publikum machte die Location aber auch erstaunlich gemütlich, über die großen Fenster sieht man auf die Straße – irgendwie eine Atmosphäre die auch ein bißchen zum „Versumpern“ einlädt.
Sowohl Getränkekarte als auch Speisekarte kam auf einem recht abgegriffenen A5 Zettel und waren handgeschrieben, nicht immer leicht zu lesen, aber das freundliche und junge Personal half gerne. Wir entschieden uns erst für eine Karfiolsuppe sowie eine Rindsuppe mit Fleischstrudel, danach gab es Sarma und faschierten Braten, dazu bestellten wir zwei große Trumer vom Faß.
Die zwei Suppen kamen recht rasch, die Karfiolsuppe leider nicht allzu heiß und als Cremesuppe – vielleicht war es die Erinnerung an die Karfiolsuppe meiner Kindheit, irgendwie hatte ich mit einer klaren Suppe gerechnet. Die Suppe selbst war gut, mit ein paar feinen Resten vom Karfiol, geschmacklich hätte es aber durchaus mehr Karfiol sein dürfen.
Die Rindsuppe hingegen unglaublich intensiv vom Geschmack, mit ein paar Zwieberln, die Einlage sehr feines Faschiertes in zartem Blättertag – sehr, sehr lecker!
Dann ging es an den Hauptgang: Die Sarma, serbische Krautroulladen einfach großartig: das Kraut noch schön knackig aber nicht fasrig und schön weich, die Fülle Faschiertes mit Reis, geschmacklich wunderschön abgestimmt mit einer dezenten Säure, darauf ein Kleks Rahm und weiche und vor Allem auch geschmacklich hervorragende Salzerdäpfeln. Schade dass auch dieser Gang nicht heiß war, ansonsten ein wunderbares, einfaches Gericht das man so leider nicht mehr allzu oft bekommt.
Unser zweiter Hauptgang: Faschierter Braten mit Erdäpfelpüree: Eine schön dicke Schnitte Braten, das Faschierte perfekt gewürzt und in richtiger Konsistenz, vermutlich aufgewärmt, aber da schmecken diese Gerichte sowieso am Besten. Dazu das Erdäpfelpüree: schöne Konsistenz mit noch einigen Kartoffelstücken (offensichtlich selbst gemacht), sehr dominante Note von Butter (ich finde ja ein gutes Püree kann gar nicht genug Butter haben…), darüber fein gerösteter Zwiebel. Auch das ein einfaches Gericht, aber viel mehr braucht man oft nicht zum glücklich sein. Leider muss man aber auch sagen: Auch dieser Gang gerade mal lauwarm.
Nachdem wir uns noch ein zweites Krügel genehmigt haben, hatte wir noch Lust auf was Süßes und teilten uns daher die Mohnnudeln (Wann bitte hatte ich zuletzt Mohnnudeln gegessen?!?): Die Nudeln sehr schön fluffig, ganz zart und perfekter Garpunkt, gewälzt in Butter, Mohn und Zucker, dazu ein Schüsselchen Birnen-Apfel-Mus. Sehr, sehr gut, hätten wir auf gar keinen Fall missen möchten!
Ein Wort zum Service: Das Service war sehr bemüht, sehr jung und sehr freundlich. Vielleicht sollte man sich nur absprechen, welcher Tisch von wem betreut wird, uns wurde ungelogen jede Frage zweimal gestellt. Aber gut: Besser als man wird vergessen…
Unser Fazit: In der Herknerin wurde uns sehr gute Hausmannskost serviert, allesamt einfache aber extrem schmackhafte Gerichte denen jegliche Raffinesse fehlt – hier aber im positivsten Sinne zu verstehen. „Essen wie bei Oma“ trifft es für uns am Besten, tatsächlich gab es Gericht, die waren bestenfalls eine alte Erinnerung an die Kindheit. Die Atmosphäre war gemütlich, das Service nicht perfekt aber freundlich und der Preis? 4 Krügeln, 2 Suppen, 2 Hauptspeisen und eine Nachspeise um € 60 ist wahrlich ein fairer Preis. Einziger Kritikpunkt aus unserer Sicht: die Speisen dürften durch die Bank wärmer sein, uns hat die gebotene Hausmannsküche trotzdem wirklich glücklich gemacht!
1912
