Bacówka (Wien) Bewertung
Welch besseren Ort für die Einstimmung auf einen Polenurlaub mit Freunden gibt es, als einen Besuch im Bacòwka.
Reserviert hat einer unserer Freunde - er kann polnisch. Eigentlich wollten wir 18:15 Uhr, doch die Dame meinte, es ginge nur 18:00 oder 18:30 Uhr, weil diese Uhrzeit einfacher wäre. Interessant.
Meine Herzfreundin und ich kommen als erste unserer Runde ins Lokal und setzen uns in den unbevölkerten Raucherbereich. Es schaut aus wie auf einer, etwas in die Jahre gekommenen, Almhütte: sehr viel Holz, leicht chaotisch, leicht staubig. Aber irgendwie urig. Die Speisekarten kommen recht schnell, mit dem Bestellen dürfen wir aber gute 15min warten. Typisch polnisches Wirtshaus halt: "Wenn du Gast bist, bestimme ich, wann du bestellst."
Sie trinkt Aperol gespritzt, ich nehme ein Krügerl polnisches Hopfengetränk mit Himbeersirup. Schmeckt.
Während wir trinken kommen zwei weitere Freunde, darunter der polnisch Sprechende. Wir sind gerettet, er kann unser Essen bestellen. Es wirkt nämlich nicht so, als würde die Bedienung dort gut deutsch verstehen.
Wir ordern eine Brettljausn für uns und eine Sauerkrautsuppe mit Ripperl - all to share. Sehr feines Süppchen, g'schmackig und g'selchts Aroma, viel Kraut drin und die Ripperl fallen vom Knochen. Auch die Jausn war gut, aber nichts Ausgefallenes: Eine gekochte Wurst (ähnlich einer dünnen geräucherten Krakauer), Blunzenscheiben, Selchkäse aus Zakopane, Gurkerl und Erdäpfel-Zwiebelschmalz. Dazu ausreichend Brot.
Die Hauptspeisen - zwei Mal Erdäpfelpuffer mit Schweinskotlett und Champignonsauce für die Damen und zwei Mal Krautrouladen für die Herren - waren flott nach der Vorspeise da und schmeckten auch. Die Erdäpfelpuffer waren nur leider unterschiedlich groß und auch das Fleisch war ungleich portioniert. Bei mir fehlten auch die Champignons in der Sauce, meine Freundin hatte welche. Geschmacklich war jedoch sowohl das Geschnetzelte zart und wunderbar abgeschmeckt, die Puffer haben geschmeckt wie von meiner Oma aus dem Burgenland. Ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt. Schön!
Die Krautrouladen waren in Ordnung, kein Highlight. Sehr viel Reis unter das Faschierte gemischt, die Sauce sehr lasch. Ach ja, und man sollte Dille mögen, denn die kommt auf jedem Teller in Mengen vor.
Nach einer kurzen Pause bestelle ich noch einen Topfenkuchen. Hausgemacht. Sehr süß und man beißt auf uaufgelösten Kristallzucker, aber ansonsten gut essbar. Wieder keine Offenbarung, aber eine durchaus akzeptable Sache.
Alles in allem ein Erlebnis, das es definitiv Wert war. Die Küche ist authentisch und das Personal auch. Es ist leider nicht so günstig wie in Polen, aber hie und da kann man sich das leisten. Ich bereue den Besuch nicht und komme vielleicht nach dem Polenurlaub wieder, um einen Vergleich zu ziehen.
Reserviert hat einer unserer Freunde - er kann polnisch. Eigentlich wollten wir 18:15 Uhr, doch die Dame meinte, es ginge nur 18:00 oder 18:30 Uhr, weil diese Uhrzeit einfacher wäre. Interessant.
Meine Herzfreundin und ich kommen als erste unserer Runde ins Lokal und setzen uns in den unbevölkerten Raucherbereich. Es schaut aus wie auf einer, etwas in die Jahre gekommenen, Almhütte: sehr viel Holz, leicht chaotisch, leicht staubig. Aber irgendwie urig. Die Speisekarten kommen recht schnell, mit dem Bestellen dürfen wir aber gute 15min warten. Typisch polnisches Wirtshaus halt: "Wenn du Gast bist, bestimme ich, wann du bestellst."
Sie trinkt Aperol gespritzt, ich nehme ein Krügerl polnisches Hopfengetränk mit Himbeersirup. Schmeckt.
Während wir trinken kommen zwei weitere Freunde, darunter der polnisch Sprechende. Wir sind gerettet, er kann unser Essen bestellen. Es wirkt nämlich nicht so, als würde die Bedienung dort gut deutsch verstehen.
Wir ordern eine Brettljausn für uns und eine Sauerkrautsuppe mit Ripperl - all to share. Sehr feines Süppchen, g'schmackig und g'selchts Aroma, viel Kraut drin und die Ripperl fallen vom Knochen. Auch die Jausn war gut, aber nichts Ausgefallenes: Eine gekochte Wurst (ähnlich einer dünnen geräucherten Krakauer), Blunzenscheiben, Selchkäse aus Zakopane, Gurkerl und Erdäpfel-Zwiebelschmalz. Dazu ausreichend Brot.
Die Hauptspeisen - zwei Mal Erdäpfelpuffer mit Schweinskotlett und Champignonsauce für die Damen und zwei Mal Krautrouladen für die Herren - waren flott nach der Vorspeise da und schmeckten auch. Die Erdäpfelpuffer waren nur leider unterschiedlich groß und auch das Fleisch war ungleich portioniert. Bei mir fehlten auch die Champignons in der Sauce, meine Freundin hatte welche. Geschmacklich war jedoch sowohl das Geschnetzelte zart und wunderbar abgeschmeckt, die Puffer haben geschmeckt wie von meiner Oma aus dem Burgenland. Ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt. Schön!
Die Krautrouladen waren in Ordnung, kein Highlight. Sehr viel Reis unter das Faschierte gemischt, die Sauce sehr lasch. Ach ja, und man sollte Dille mögen, denn die kommt auf jedem Teller in Mengen vor.
Nach einer kurzen Pause bestelle ich noch einen Topfenkuchen. Hausgemacht. Sehr süß und man beißt auf uaufgelösten Kristallzucker, aber ansonsten gut essbar. Wieder keine Offenbarung, aber eine durchaus akzeptable Sache.
Alles in allem ein Erlebnis, das es definitiv Wert war. Die Küche ist authentisch und das Personal auch. Es ist leider nicht so günstig wie in Polen, aber hie und da kann man sich das leisten. Ich bereue den Besuch nicht und komme vielleicht nach dem Polenurlaub wieder, um einen Vergleich zu ziehen.
106
